{"id":645,"date":"2020-07-31T14:06:28","date_gmt":"2020-07-31T12:06:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schlaues-marketing.at\/blog\/?p=645"},"modified":"2023-11-20T09:06:51","modified_gmt":"2023-11-20T08:06:51","slug":"storytelling-eigene-geschichte-erzaehlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.thomas-sommer.at\/blog\/storytelling-eigene-geschichte-erzaehlen\/","title":{"rendered":"Storytelling \u2013 warum du auf jeden Fall deine Geschichte erz\u00e4hlen solltest!"},"content":{"rendered":"<p>Wei\u00dft du, wie sich Ged\u00e4chtnis-Super-Hirne beliebig viele Begriffe und Zahlen merken? Eigentlich ist es kinderleicht. Sogar du k\u00f6nntest es mit ein wenig \u00dcbung!<\/p>\n<p>Das gleiche solltest du \u00fcbrigen auch tun, damit du, dein Unternehmen und dein Angebot authentischer, glaubw\u00fcrdiger und greifbarer werden!<\/p>\n<p>Du kannst es dir vielleicht schon denken, worum es geht.<\/p>\n<p>Richtig. Es geht um Geschichten. Genauer um das Erz\u00e4hlen von Geschichten. Im &#8222;Marketing-Sprech&#8220; auch Storytelling genannt. Wir Menschen lieben einfach Geschichten!<\/p>\n<p>Es geht aber nicht um irgendwelche Geschichten. Sondern um deine ganz pers\u00f6nliche Geschichte. Deine Geschichte geh\u00f6rt zu dir. Du kannst sie ignorieren. Oder mit Lachen und Tr\u00e4nen erz\u00e4hlen!<\/p>\n<p>Wie du deine Geschichte findest und wirkungsvoll erz\u00e4hlst, erf\u00e4hrst du in diesem Artikel. Und nat\u00fcrlich auch, was es mit Storytelling auf sich hat.<\/p>\n\n<h2>Warum du deine ganz pers\u00f6nliche Geschichte erz\u00e4hlen solltest<\/h2>\n<p>Vielleicht fragst du dich jetzt, ob es nicht ausreicht, wenn du \u00fcber dein Unternehmen und dein Angebot sprichst. Nat\u00fcrlich reicht es aus. Doch so ist es eben &#8222;nur&#8220; ein Unternehmen und ein Angebot. Im Grunde seelenlos.<\/p>\n<p>Wenn du aber deine pers\u00f6nliche Geschichte damit verkn\u00fcpfst, hauchst du deinem Angebot <strong>(d)eine Seele<\/strong> ein! Und das ist auch gut so.<\/p>\n<p>Denn in deiner Rolle als Experte kaufen sie eben <strong>nicht nur dich<\/strong>, deine <strong>Expertise<\/strong> und dein <strong>Angebot<\/strong>. Ganz egal ob du nun Dienstleister oder Handwerker bist.<\/p>\n<p><strong>Vielmehr kaufen sie deine Pers\u00f6nlichkeit<\/strong>. Und deine <strong>Geschichte<\/strong>. Schlie\u00dflich hat deine Geschichte dich zu der Person gemacht, die du heute bist.<\/p>\n<p>Wenn du es richtig machst, k\u00f6nnen sich deine Kunden <strong>in<\/strong> <strong>deiner Geschichte wiederfinden<\/strong>. Mit deiner Geschichte und somit auch mit dir <strong>identifizieren<\/strong>. Daran glauben. Und du selbst wirst greifbar und authentisch!<\/p>\n<p>Das ist aber nicht alles. Es macht dich auch <strong>glaubw\u00fcrdiger<\/strong>! Mit deiner Geschichte und deinen Erfahrungen kannst du deine <strong>Expertise unterstreichen<\/strong>.<\/p>\n<p>Und all das zusammen erm\u00f6glicht deinen Kunden, <strong>Vertrauen<\/strong> zu dir und deinem Angebot \u2013 und somit ein Gef\u00fchl von Sicherheit \u2013 <strong>aufzubauen<\/strong>!<\/p>\n<p>Du siehst, es hat zahlreiche Vorteile, wenn du deine Geschichte erz\u00e4hlst.<\/p>\n<p>Wie du nun deine Geschichte findest und erz\u00e4hlst, erf\u00e4hrst du gleich. Zun\u00e4chst ergr\u00fcnden wie die Frage, warum Geschichten eigentlich so wirkungsvoll sind.<\/p>\n<h2>Unser Gehirn liebt Geschichten!<\/h2>\n<p>Du glaubst mir nicht? Lies dir einfach mal die folgenden S\u00e4tze durch:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Baum ist so voller reifer, roter \u00c4pfel, dass sich die \u00c4ste biegen.<\/li>\n<li>Voller Elan braust sie mit ihrem Motorrad durch die Kurven.<\/li>\n<li>Ein Krachen, das Reh schreckt hoch und l\u00e4uft panisch davon.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was ging dir durch den Kopf, w\u00e4hrend du die S\u00e4tze gelesen hast?<\/p>\n<h3>Geschichten auf Autopilot<\/h3>\n<p>Vielleicht hatte das Motorrad eine Fehlz\u00fcndung, die das Reh in Panik versetzte. Eventuell ist auch ein Ast unter der Last der vielen \u00c4pfel abgebrochen und hat das Reh erschreckt. Oder die Motorradfahrerin war viel zu schnell dran. Lie\u00df sich kurz von den reifen \u00c4pfeln ablenken und krachte gegen den Baum. Wodurch das Reh panisch aufsprang.<\/p>\n<p>Wom\u00f6glich bist du selbst Motorradfahrer*in. Und hast dir vorgestellt, mit deinem Bike durch eine Allee von Obstb\u00e4umen zu fahren. Oder du hast in Gedanken einen der \u00c4pfel gepfl\u00fcckt und hineingebissen.<\/p>\n<p>Was auch immer in deinen Gedanken vorging, die S\u00e4tze haben in Wirklichkeit nichts miteinander zu tun.<\/p>\n<p>Aber dein Gehirn hat die drei S\u00e4tze kombiniert und in einem plausiblen Zusammenhang in Form einer Geschichte geschaffen. Ganz einfach Kopfkino. Um einen logischen wie auch emotionalen Zugang zu den eigentlich abstrakten S\u00e4tzen zu bekommen. Und um weiterer Folge diese Informationen besser verarbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Geschichten sind wirkungsvoller als Fakten<\/h3>\n<p>Es klingt fast unglaublich, aber <strong>Geschichten<\/strong> wirken \u00fcber 20<strong> Mal st\u00e4rker als<\/strong> reine <strong>Fakten<\/strong>. Warum? Unser Gehirn ist laut der Sozialpsychologin Jennifer Aaker nicht daf\u00fcr ausgelegt, Fakten aufzunehmen und zu speichern. Viel besser kann unser Gehirn Geschichten verstehen und behalten.<\/p>\n<h2>Wir lieben Geschichten<\/h2>\n<p>Darum begleiten uns Geschichten schon seit Urzeiten. Unsere Vorfahren sa\u00dfen am Feuer zusammen und lauschten den Erz\u00e4hlungen der \u00c4lteren. Auf diese Weise gaben sie ihr Wissen und ihre Erlebnisse weiter. Schlie\u00dflich war das Internet noch lange nicht erfunden. Und das gesammelte Wissen auf Steintafeln durch die Gegend zu schleppen, w\u00e4re auch zu umst\u00e4ndlich gewesen.<\/p>\n<p>Heute dienen Geschichten vielmehr der Unterhaltung. Egal ob pers\u00f6nlich erz\u00e4hlt oder als H\u00f6rbuch. Ob als geschriebenes Buch oder als Film. Wir versetzen uns in die Geschichte und erleben sie mit. Mit allem was dazugeh\u00f6rt. Wenn die Protagonisten leiden, leiden wir auch. Wenn sie sich freuen, freuen wir uns auch.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich haben auch findige Marketing-Profis, schlaue Trainer*innen sowie wortgewandte Rhetorikprofis, Speaker und Politiker die Wirkung von Geschichten f\u00fcr sich entdeckt. <strong>Storytelling<\/strong>, <strong>Metaphern<\/strong> und <strong>Analogien<\/strong> geh\u00f6ren schon seit langer Zeit zum guten Ton!<\/p>\n<h2>Was aber sollst du nun erz\u00e4hlen?<\/h2>\n<p>Keine Sorge, du musst jetzt keinen Seelen-Striptease hinlegen und dein Innerstes erz\u00e4hlen. Es sollten aber auch keine Banalit\u00e4ten etwa aus deiner Kindergartenzeit sein.<\/p>\n<p>Mein Tipp, betrachte in einer ruhigen Minute dein Leben und fokussiere dich auf eine der drei &#8222;<strong>Lebensbereiche<\/strong>&#8222;:<\/p>\n<ul>\n<li>Deine <strong>Aus- und Weiterbildungen<\/strong> sowie <strong>berufliche T\u00e4tigkeit(en)<\/strong>: Was hast du gelernt? Welche F\u00e4higkeiten hast du erworben?<\/li>\n<li><strong>Entscheidungen<\/strong> und <strong>Situationen<\/strong> in deinem Leben, die dich ma\u00dfgeblich pr\u00e4gten \u2013 ganz egal ob positiv oder negativ. Oder auf den Weg zu deinem jetzigen Ich brachten \u2013 so wie die Weichen bei einem Zug.<\/li>\n<li>Deine <strong>pers\u00f6nlichen<\/strong> <strong>Erfahrungen<\/strong> und deine <strong>(Weiter-)Entwicklung<\/strong> rund um dein Kern-Thema.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zus\u00e4tzlich solltest du auch immer wieder dar\u00fcber sprechen, warum du genau das machst, was du eben machst. Also dein <strong>Warum<\/strong>. Und was du mit deiner T\u00e4tigkeit bewirken m\u00f6chtest, also deine <strong>Vision<\/strong>.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen deine <strong>Werte<\/strong> und deine <strong>Meinung<\/strong>. Schlie\u00dflich tauchten diese nicht einfach so in dir auf. Vielmehr sind sie auf bestimmte Situationen und Erfahrungen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Auch dar\u00fcber kannst \u2013 und solltest \u2013 du sprechen.<\/p>\n<p>Das WAS h\u00e4tten wir schon mal gekl\u00e4rt. Jetzt stellt sich nur noch die Frage nach dem WIE &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><code><\/code><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>So erz\u00e4hlst du deine Geschichte<\/h2>\n<p><strong>Wenn du deine Geschichte erz\u00e4hlst, spiele mit den Emotionen wie auf einem Klavier! Lache. Weine. Fl\u00fcstere. Oder schreie laut vor Wut. Erst das macht deine Geschichte so richtig lebendig!<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr dein Aufbau deiner Geschichte gibt es zahlreiche M\u00f6glichkeiten. Bew\u00e4hrt hat sich die Heldenreise (nach Campbell). Viele h\u00f6chst erfolgreiche Filme und B\u00fccher sind nach genau diesem Schema aufgebaut. Egal ob Star Wars, Harry Potter oder die Mythologie der Antike.<\/p>\n<h3>Die Heldenreise<\/h3>\n<p>Der Held der Geschichte (= Kunde) hat ein Problem und macht sich auf die Reise. Um eine L\u00f6sung f\u00fcr dieses Problem zu finden. Auf seiner Reise erlebt er viele kleine Erfolge. Aber auch R\u00fcckschritte. Er begegnet einem Mentor (= DU), der einen Plan zur L\u00f6sung des Problems hat. Fortan gehen sie den Weg gemeinsam und der Mentor unterst\u00fctzt den Helden. Bis sie schlussendlich erfolgreich &#8222;am Ziel&#8220; ankommen und das Problem l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Das ist die Kurzfassung, mit der du schon super arbeiten kannst! Die eigentliche Heldenreise ist noch um einiges umfangreicher.<\/p>\n<h3>10 Storytelling-Tipps<\/h3>\n<p>Damit du deine Geschichte so erfolgreich und lebhaft wie m\u00f6glich erz\u00e4hlen kannst, gebe ich dir <strong>folgende Tipps<\/strong> mit auf deinen Weg.<\/p>\n<ul>\n<li>Erz\u00e4hle die Geschichte in der Sprache (Wording) deiner Zielkunden.<\/li>\n<li>Verzichte auf kompliziere W\u00f6rter und spezielle Abk\u00fcrzungen.<\/li>\n<li>Stell dir vor, du w\u00fcrdest deine Geschichte einem guten Freund erz\u00e4hlen.<\/li>\n<li>Erzeuge Spannung aus abwechselnden Gegens\u00e4tzen (emotionale H\u00f6hen und Tiefen \u2013 Erfolge und R\u00fcckschl\u00e4ge).<\/li>\n<li>Bestimme einen Highlight-Moment und steigere die Spannung bis zu diesem Moment.<\/li>\n<li>Menschen sind nicht nur gut oder b\u00f6se. So ist auch der Held nicht immer heldenhaft.<\/li>\n<li>Erz\u00e4hle von deinen pr\u00e4gendsten Momenten.<\/li>\n<li>Zeige deine Gef\u00fchle und deine Verletzlichkeit.<\/li>\n<li>Erz\u00e4hle deine eigene Heldenreise mit H\u00f6hen und Tiefen und wie du dein Ziel erreicht hast.<\/li>\n<li>Sprich so viele Sinne wie m\u00f6glich in deiner Geschichte an: sehen, h\u00f6ren, riechen, schmecken und f\u00fchlen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Fazit: Die Moral von der Geschichte<\/h2>\n<p>Nicht nur wir, sondern auch unser Gehirn liebt Geschichten. Denn diese kann sich unser Gehirn viel besser merken, als reine Fakten. Darum bilden Ged\u00e4chtnis-Super-Hirne auch eine Geschichte mit den Begriffen oder Zahlen, die sie sich merken wollen.<\/p>\n<p>Darum solltest du nicht nur Fakten und Argumente raushauen, sondern auch deine ganz pers\u00f6nliche Geschichte erz\u00e4hlen. Mit allen H\u00f6hen und Tiefen, die dazugeh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Mit deiner Geschichte kannst du deine Pers\u00f6nlichkeit und Erfahrung zeigen und deine Expertise unterstreichen.<\/p>\n<p>Aber auch Wissen kannst du mit Geschichten (Metaphern und Analogien) einfach und verst\u00e4ndlich weitergeben.<\/p>\n<p>Jetzt bist du dran, erz\u00e4hle deine Geschichte \u2013 liebe Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"tomsignature alignnone wp-image-6 size-full\" src=\"https:\/\/thomas-sommer.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/thomas-sommer-marketing-kommunikation-unterschrift_150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"42\" \/><\/p>\n<p>dein Thomas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir Menschen lieben Geschichten. Aber nicht nur wir, sondern auch unser Gehirn. Doch nicht nur deswegen solltest du deine pers\u00f6nliche Geschichte erz\u00e4hlen \u2013 Storytelling betreiben. Denn mit den richtigen Geschichten werden du, dein Unternehmen und dein Angebot authentischer, glaubw\u00fcrdiger und greifbarer! Es ist aber gar nicht so einfach, die richtige Geschichte zu finden und spannend zu erz\u00e4hlen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":634,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.thomas-sommer.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/645"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.thomas-sommer.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.thomas-sommer.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thomas-sommer.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thomas-sommer.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=645"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.thomas-sommer.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/645\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thomas-sommer.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/634"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.thomas-sommer.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=645"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thomas-sommer.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=645"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thomas-sommer.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=645"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}